Erneuter Rückgang: Verbraucherpreise sinken auch im September

Gute Nachricht für Verbraucher: Die Lebenshaltungskosten sind im September erneut zurückgegangen. Vor allem die Ausgaben für Lebensmittel und Energie sanken. Schon bald könnten die Preise aber wieder anziehen.
Inflationsängste sind derzeit unbegründet: Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im September erneut leicht gefallen. Gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die Lebenshaltungskosten um 0,3 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Die Behörde bestätigte damit vorläufige Berechnungen von Ende September.
Auch im Vergleich zu August sanken demnach die Preise. Damit können sich die Verbraucher bereits den dritten Monat in Folge über stabile oder sogar sinkende Preise freuen, denn bereits im Juli hatte sich die Lebenshaltung verbilligt - zum ersten Mal seit 1987. Im vergangenen Sommer waren die Verbraucherpreise teils sehr deutlich gestiegen, die Inflationsrate lag einige Monate bei rund drei Prozent.
Grund für die rückläufige Jahresteuerung im September seien erneut vor allem sinkende Energie- und Lebensmittelpreise gewesen, hieß es. Kraftstoffe kosteten demnach 13,5 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor, Gas war 9,4 Prozent und Heizöl sogar 34,2 Prozent günstiger. Um ganze 6,1 Prozent teurer wurde allerdings Strom. Der Preis für Strom ist seit 2000 nicht mehr gesunken.
Nahrungsmittel kosteten drei Prozent weniger als im August vergangenen Jahres. Besonders Speisefette und Molkereiprodukte waren demnach günstiger. Ohne die Preisentwicklung bei Energie und Lebensmittel wären die Preise im September dem Statistischen Bundesamt zufolge um 1,3 Prozent gestiegen.
Die sinkenden Preise dürften den Konsum stützen, der in der ersten Jahreshälfte die Konjunktur vor einem noch stärkeren Einbruch bewahrt hat. Experten befürchten aber keine Deflation, also fallende Preise auf breiter Front.
Bereits in den kommenden Monaten aber dürften die Verbraucherpreise wieder steigen. Hintergrund ist die Entwicklung des Ölpreises: Im Juli 2008 hatte er ein Rekordhoch bei fast 150 Dollar je Barrel erreicht und kostet derzeit nur etwa halb so viel. Eine Steigerung in den kommenden Monaten halten Experten aber für wahrscheinlich.

Tim Taler meint:

So ganz klar bin ich mir nicht über das Phänomen der sinkenden Preise. Auf der einen Seite sicherlich die angenehme Tatsache, dass ein bisschen mehr im Geldbeutel zur Verfügung steht, anderseits die Angst vor einer Deflation. Wir können im Konsumbereich auf ein lebendiges Weihnachtsgeschäft hoffen und gleichzeitig unseren Energiebedarf sehr genau beobachten, damit der erreichte Aufwärtstrend sich weiter entwickelt.

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