Nie dagewesenes Ringen um Liquidität
Handelshäuser bekommen die Krise schmerzhaft zu spüren: Auf der einen Seite müssen sie mit sparsamen Konsumenten rechnen, auf der anderen knausern die eigenen Lieferanten. Mit denen schachern sie immer nervöser ums Bargeld. Verschärft wird die Situation durch die Kreditversicherer, wie eine aktuelle Studie belegt.
München - Hertie, Karstadt, Woolworth: Der Handel leidet an galoppierender Schwindsucht. Hatten diese drei prominenten Pleitefälle schon vorher ernste Probleme, trifft es in der Wirtschaftskrise zunehmend auch gesunde Unternehmen. Denn das Problem sind nicht allein die Kunden, die jeden Cent umdrehen, sondern ganz besonders die Lieferanten und Handelspartner der Verkäufer.
Tim Taler meint:
Man muss für die Lieferanten schon Verständnis aufbringen wenn sie auf Grund der heutigen Gegebenheiten, z.B. Insolvenz Karstadt, die Belieferung der Handelspartner besonders vorsichtig betreiben. Hier sind die Banken und Kreditversicherer aufgefordert, für beide Parteien akzeptable Lösungen zu erarbeiten. Das noch positive Konsumklima in Deutschland darf durch zögerliches Handel der Handelpartner nicht leiden.


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